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Weltweites Rekordhoch bei der Meerestemperatur gemessen

Ozean
Die Temperatur der Weltmeere steigt. Bild: Shutterstock

«Folgen bereits sichtbar»: Weltmeere sind so warm wie noch nie seit Messbeginn

Die Meerestemperatur hat ein weltweites Rekordhoch erreicht: Die Weltmeere sind so warm wie noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1979.
25.08.2026, 13:5925.08.2026, 13:59

Am vergangenen Samstag erreichte die tägliche globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur (SST) den höchsten jemals gemessenen Wert, wie der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mitteilte. Neben der Klimaerwärmung verstärke auch das Wetterphänomen El Niño die Erwärmung.

Der neue Tageshöchstwert von 21,1 Grad Celsius wurde am 22. August gemessen. Er übertraf den bisherigen Rekordwert von 21,09 Grad, der im März 2024 aufgestellt worden war.

Daily sea surface temperature (°C) averaged over the extra–polar global ocean (60°S–60°N) for 2024 (yellow), 2025 (orange) and 2026 (red). All other years between 1979 and 2023 are shown with grey lin ...
Die dunkelrote Kurve zeigt die Temperaturen von 2026. Grafik: C3S/ECMWF
«Dieser Rekord ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass der Ozean zunehmend unter Druck steht. Die Folgen sind bereits sichtbar: Die Zahl der Tage mit marinen Hitzewellen hat sich weltweit seit Anfang der 1990er-Jahre mehr als verdreifacht.»
Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klima bei Copernicus

Zwar sollten Tagesrekorde stets im breiteren klimatischen Kontext interpretiert werden, erläuterten die Klimaforscher von Copernicus. Doch stehe dieser Meilenstein im Einklang mit der anhaltenden langfristigen Erwärmung der Weltmeere und dem Auftreten eines El-Niño-Ereignisses im tropischen Pazifik. Derzeit baut sich im tropischen Pazifik ein starker El Niño auf, der den Ozean noch weiter aufheizt. Burgess stellt fest: «El Niño führt zu einer zusätzlichen Erwärmung des Systems, doch dies geschieht zusätzlich zu der jahrzehntelangen, vom Menschen verursachten Erwärmung.»

Anomalies in sea surface temperature for 22 August 2026. Data source: ERA5. 
https://climate.copernicus.eu/copernicus-daily-global-sea-surface-temperature-breaks-2024-record
Eine deutliche Erwärmung ist im tropischen Ostpazifik vor der Küste Perus zu sehen. Es handelt sich um das Wetterphänomen El Niño. Karte: C3S/ECMWF

Höhere Meerestemperaturen steigerten das Risiko extremer Wetterereignisse, so heisst es weiter. Ein wärmerer Ozean gebe mehr Wärme und Feuchtigkeit an die Atmosphäre ab, was zu stärkeren Niederschlägen und einer möglichen Intensivierung von Stürmen führen könne. Zudem könne ein wärmerer Ozean Kohlendioxid aus der Atmosphäre weniger effizient binden, wodurch einer der wichtigsten natürlichen Puffer des Planeten gegen den Klimawandel geschwächt werden könnte.

Besonders bemerkenswert sei der Zeitpunkt dieses Rekords, schreiben die Klimaforscher. Die globalen Meerestemperaturen seien in der Regel im März und April nach dem südlichen Sommer am höchsten, doch der jüngste Rekord sei im August erreicht worden. Er übertreffe den bisherigen höchsten Augustwert von 2023, der bei 20,98 Grad lag, und folge auf eine Reihe von monatlichen Rekorden und Beinahe-Rekorden der Meeresoberflächentemperatur, die im Laufe dieses Jahres bereits gemessen worden seien. (dhr)

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Die Korallenbleiche im Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens hat ein Rekordausmass erreicht
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Die Korallenbleiche im Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens hat ein Rekordausmass erreicht
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