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Das ist der Nachfolger des VW ID.4

VW legt sein Elektro-SUV ID.4 neu auf und nennt ihn ID. Tiguan.Bild: Volkswagen AG

VW bringt sein meistverkauftes Verbrenner-Auto als Elektroauto

Volkswagen bringt eines seiner meistverkauften Fahrzeuge als Elektroauto auf den Markt. Der neue ID. Tiguan löst Anfang 2027 das bisherige E-Modell ID.4 ab.
13.10.2026, 11:0813.10.2026, 12:27
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der Tiguan ist laut VW-Markenchef Thomas Schäfer derzeit das weltweit meistverkaufte Modell der Marke VW und des gesamten Volkswagen-Konzerns. Seit 2007 wurden demnach mehr als 8,3 Millionen Exemplare des Tiguans gebaut. Der neue Tiguan kommt als Stromer und löst die bisherigen Elektro-Modelle ID.4 und ID.5 ab. Diese kamen seit 2021 zusammen auf mehr als 950'000 Fahrzeuge.

Bereits vor mehreren Monaten hatte sich abgezeichnet, dass der erfolgreiche Elektro-SUV ID.4 einen Nachfolger bekommt, sein unbeliebter Coupé-Bruder ID.5 jedoch keinen: Im kommenden Jahr betritt nun der ID. Tiguan die Bühne – auf einer weiterentwickelten technischen Plattform, mit ruhigerem Design und einem neuen Innenraum samt frischem Bedienkonzept.

Der neue ID. Tiguan löst …

Bild
bild: vw

… den bisherigen ID.4 ab.

This photo provided by Volkswagen shows the 2021 ID.4. It boasts up to 260 miles of EPA-estimated range, and Edmunds found it can go even farther in real-world driving. (Daniel Byrne Photography/Court ...
Bild: keystone

Optisch unterscheidet sich der ID. Tiguan deutlich vom alten ID.4. Die neue Designsprache hatte VW bereits mit den Kleinwagen ID. Polo und ID. Cross eingeführt. Die Linienführung wirkt klarer als noch beim ID.4, an der Front verbindet ein dunkles Designelement die beiden Scheinwerfer.

Rundumerneuerung: Kaum noch etwas erinnert an den ID.4.
Rundumerneuerung: Kaum noch etwas erinnert an den ID.4.bild: vw

Auch am Heck findet sich ein breites Leuchtenband. Neu ausserdem: Die bislang elektrisch gesteuerten Türgriffe, die Probleme mit Feuchtigkeitseintritt gemacht hatten, werden durch klassische Bügelgriffe ersetzt. Gegenüber dem ID.4 ist der Elektro-Tiguan um vier Zentimeter gewachsen und misst nun 4,62 Meter in der Länge.

Der Kofferraum fasst 534 bis 1577 Liter, hinzu kommt erstmals ein 32 Liter grosses Staufach unter der Fronthaube (ein sogenannter Frunk).

Unter der Fronthaube: Beim ID. Tiguan gibt es auch einen Frunk für Ladekabel und andere Kleinigkeiten.
Unter der Fronthaube: Beim ID. Tiguan gibt es auch einen Frunk für Ladekabel und andere Kleinigkeiten. bild: vw

Neues Cockpit

Das neue Cockpit erinnert in seinen Grundzügen an ID. Cross und ID. Polo – auch im Elektro-Tiguan gibt es künftig ein oben und unten abgeflachtes Lenkrad sowie richtige Knöpfe für die Bedienung von Klimatisierung oder Lautstärke. Vor dem Fahrer sitzt ein 10-Zoll-Display, in der Mitte ein Touchscreen mit 15 Zoll (ca. 38 Zentimeter). Erstmals in einem europäischen VW ist zudem optional ein 12-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer erhältlich, auf dem etwa Musik ausgewählt oder der Fahrtverlauf angesehen werden kann.

Neu gestaltet wurde das Cockpit mit optionalem Beifahrerdisplay …

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bild: vw

… und echten Tasten sowie einem Drehregler für Klimatisierung oder Lautstärke.

Im Innenraum hat sich VW auf Verbesserungen hinsichtlich der Materialanmutung und der Bedienbarkeit konzentriert.
Im Innenraum hat sich VW auf Verbesserungen hinsichtlich der Materialanmutung und der Bedienbarkeit konzentriert.Bild: Volkswagen AG

Auch den schon in den Elektro-Kleinwagen eingeführten Retromodus gibt es hier wieder. Sprich: Auf dem Display lassen sich statt moderner Tachoanzeigen wahlweise auch klassische Tachoskalen einblenden. Während ID. Polo und ID. Cross noch den Stil des ersten Golfs aufgriffen, gibt es im Tiguan die blau hinterleuchteten Rundinstrumente des Golf IV als Option.

VW spendiert dem ID. Tiguan einen optionalen Retro-Modus, der analoge Tachos nachahmt.
VW spendiert dem ID. Tiguan einen optionalen Retro-Modus, der analoge Tachos nachahmt. bild: vw

Bis zu 600 Kilometer Reichweite

Drei Antriebsvarianten stehen zur Wahl, wobei sich im Vergleich zum Vorgänger relativ wenig verändert: Die Basis kombiniert einen 140 kW/190 PS starken Heckmotor (vorher: 170 PS) mit einer 58-kWh-Batterie (vorher 52 kWh) für bis zu 450 Kilometer Reichweite. Darüber rangiert ein Hecktriebler mit 210 kW/286 PS und 77-kWh-Akku, der bis zu 600 Kilometer ermöglichen soll. Die ebenfalls mit der grösseren Batterie ausgestattete Allradversion leistet 220 kW/299 PS und kommt auf bis zu 560 Kilometer.

Die Ladeleistung ist ebenfalls etwas gestiegen, wobei das vom Vorgänger übernommene 400-Volt-Bordnetz keine grossen Fortschritte ermöglicht: Der kleine Akku lädt mit bis zu 105 kW (26 Minuten von 10 auf 80 Prozent), der grössere mit bis zu 165 kW (29 Minuten von 10 auf 80 Prozent).

Kofferraum: Bis zu 1577 Liter passen ins Ladeabteil.
Kofferraum: Bis zu 1577 Liter passen ins Ladeabteil.

Die maximale Anhängelast beträgt je nach Batterieversion 1800 beziehungsweise 2000 Kilogramm. Zur Ausstattung zählt ausserdem One-Pedal-Driving, womit der Wagen beim Loslassen des Fahrpedals bis zum Stillstand verzögern kann. Hinzu kommen ein digitaler Fahrzeugschlüssel und eine Vehicle-to-Load-Funktion zur Stromversorgung externer Geräte. Das Fahrzeug unterstützt zudem Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) zur Rückspeisung ins Haus- oder Stromnetz.

Produziert wird der ID. Tiguan im deutschen Werk Emden. Der Vorverkauf startet am 13. Oktober zu Preisen ab rund 42'700 Euro. Die Schweizer Preise waren zum Zeitpunkt der Publikation dieses Artikels noch nicht verfügbar. Der E-Tiguan soll parallel zu den bisherigen Tiguan-Modellen mit Benzin-, Diesel- und Hybrid-Antrieben angeboten werden.

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